Gürtelrose: Risikofaktor Asthma

Menschen mit Asthma haben ein erhöhtes Risiko, an Gürtelrose (Herpes Zoster) zu erkranken. Zudem ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass schwere Verläufe und Spätfolgen auftreten.

  • Das Gürtelrose-Risiko ist bei Menschen mit Asthma um rund 25 % höher als bei Gesunden.1
  • Die Wahrscheinlichkeit, dass die Gürtelrose am Auge auftritt, ist um 90 % erhöht.1
  • Auch das Risiko für anhaltende Nervenschmerzen ist höher.1

Gürtelrose-Impfung bei Asthma– was empfiehlt die STIKO?

Eine Impfung gegen Gürtelrose kann dazu beitragen, Risikogruppen vor der Erkrankung und ihren Komplikationen zu schützen.

 

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Gürtelrose-Impfung bereits ab 18 Jahren, wenn ein erhöhtes Gürtelrose-Risiko besteht (z. B. infolge von schweren Ausprägungen chronischer Erkrankungen wie Asthma bronchiale).

 

Ab einem Alter von 60 Jahren empfiehlt die STIKO die Impfung gegen Gürtelrose als Standardimpfung für alle Menschen (auch wenn keine Grunderkrankung vorliegt).

Ab einem Alter von 60 Jahren empfiehlt die STIKO die Impfung gegen Gürtelrose als Standardimpfung für alle Menschen (auch wenn keine Grunderkrankung vorliegt).

Sigrid
Seniorin Sigrid blickt in die Kamera.
Sigrid
"Die Schmerzen hielten dann tatsächlich auch fast vier Jahre an.“

Asthma-Patientin Sigrid erkrankte an Gürtelrose

Sigrid erkrankte im Jahr 2017 im Alter von 53 Jahren an Gürtelrose. Da sie an Asthma leidet, war ihr Risiko für die schmerzhafte Nervenerkrankung zusätzlich erhöht. Die ersten Symptome, die sie zunächst nicht richtig zuordnen konnte („Juckreiz und kleine Pusteln“) traten im Urlaub in Kanada auf. Bis sie ihre Hausärztin aufsuchen konnte, verging eine Woche. Mindestens vier Wochen lang litt sie unter starken Schmerzen, dann nahmen diese langsam ab. Doch auch während der nächsten vier Jahre kämpfte sie mit wiederkehrenden Schmerzen, die vor allem bei Belastung auftraten. „Immer, wenn ich nervlich angespannt war oder zu viel getan habe, kamen die Schmerzen an der Stelle, wo der Ausschlag gewesen war, wieder.“

Gürtelrose – was Sie wissen sollten

Mehr als 95 % der Erwachsenen tragen das Windpocken-Virus bereits in sich. Es verbleibt nach einem Windpockenausbruch – meist in Kindertagen - im Körper und kann später erneut als Gürtelrose ausbrechen.

 

Gürtelrose ist keine „einfache“ Hauterkrankung, sondern eine virusbedingte Nervenerkrankung, die mit oft unterschätzten Komplikationen und Spätfolgen einhergehen kann.

Mehr über Gürtelrose erfahren
Das sagen Betroffene:
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Das sagen Betroffene:
“Es ist belastend nicht zu wissen, wann es aufhört”
Etwa jeder dritte Erwachsene erkrankt

im Laufe seines Lebens an Gürtelrose.2

Ab einem Alter von 50 Jahren

steigt das Gürtelrose-Risiko deutlich an.3

Grunderkrankungen erhöhen das Gürtelrose-Risiko,

wenn sie das Immunsystem schwächen.

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Quellen
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1Safonova E et al. Respiratory Research (2023) 24:35.

2Hillebrand et. al: Incidence of herpes zoster and its complications in Germany, 2005-2009. Journal of Infection 2015; Vol 70:178-186.

3Ultsch et al.: Epidemiology and cost of herpes zoster and postherpetic neuralgia in Germany. Eur J Health Econ 14, 1015–1026 (2013).

 

1. Robert-Koch-Institut: Gürtelrose (Herpes zoster): Antworten auf häufig gestellte Fragen zu Erkrankung und Impfung. Stand 06.11.2025. https://www.rki.de/SharedDocs/FAQs/DE/Herpes_zoster/FAQ_Uebersicht_HZ.html, aufgerufen am 26.11.2025